Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln

ANDREAS.R

Wie bereits in dem Artikel vom 31.12.17 Nahrungsergänzungsmittel erwähnt, greift so in etwa ein Drittel der Erwachsenen regelmäßig zu Nahrungsergänzungsmitteln (NEM). Neben Vitaminen und Mineralstoffen enthalten die Produkte teilweise auch sonstige Stoffe mit physiologischer Wirkung wie Aminosäuren, Fettsäuren, Pflanzenextrakte oder Mikroorganismen. Die Werbung verspricht positive Effekte für Gesundheit, Wohlbefinden und verbesserte Leistungsfähigkeit. Fragen zur Produktsicherheit werden selten thematisiert. Schon im Jahr 2002 wurde in der Europäischen Union (EU) eine Richtlinie (2002/46/EG) zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über NEM erlassen, die auch die Festlegung von Höchstmengen vorsieht. In Deutschland und anderen europäischen Ländern wurden seither verschiedene Modelle für die Höchstmengenableitung für Vitamine und Mineralstoffe entwickelt und diskutiert. Bis heute wurden jedoch auf EU-Ebene keine verbindlichen Höchstmengen festgelegt. Länder wie Dänemark und Frankreich haben daher mittlerweile nationale Regelungen getroffen. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) auf Basis des derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstandes Vorschläge für Vitamin- und Mineralstoffhöchstmengen in NEM erarbeitet. Produkte, die diese Empfehlungen einhalten und entsprechend den Herstelleranweisungen eingenommen werden, sind für Personen ab 15 Jahren sicher.

 


Tags:

Nahrungsergänzungsmittel, Vitamine, Mineralstoffe, Mikronährstoffe, Höchstdosis, Verbraucherschutz,


Quellen:

  • https://link.springer.com/article/10.1007/s00003-017-1140-y/fulltext.html#Fn1
  • https://www.bll.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20141218-multivitamine-und-magnesium-die-beliebtesten-nahrungsergaenzungsmittel

Autoren:

Anke Weißenborn, Nadiya Bakhiya, Irmela Demuth, Anke Ehlers, Monika Ewald, Birgit Niemann, Klaus Richter, Iris Trefflich, Rainer Ziegenhagen, Karen Ildico Hirsch-Ernst, Alfonso Lampen


Open AccessResearch article

Cite this article as:
Weißenborn, A., Bakhiya, N., Demuth, I. et al. J Consum Prot Food Saf (2018). https://doi.org/10.1007/s00003-017-1140-y
  • DOIhttps://doi.org/10.1007/s00003-017-1140-y
  • Publisher NameSpringer International Publishing
  • Print ISSN1661-5751
  • Online ISSN1661-5867

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